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Die astronomische Uhr im Dom zu Münster

Die astronomische Uhr im Dom zu Münster

Restaurierung der astronomischen Uhr im Dom zu Münster   2017 wurden wir vom Domkapitel beauftragt, zusammen mit Diplom-Restauratorin Frau Schlüter die Mechanik der astronomischen Uhr zu überarbeiten. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Herrn Dr. Günther Oestmann. Damit an der Schauseite der Uhr das Restauratoren-Team um Frau Schlüter die notwendigen Untersuchungen und anschließend die Restaurierung durchführen konnte, wurden von uns die kompletten Zeiger und das Rete abgebaut. Das überaus komplizierte Zeigerwerk stellte uns vor eine große Herausforderung, welche jedoch unter Mithilfe aller Beteiligten ein gutes Ende fand. Weiter wurden die beiden Planetentafeln ausgebaut, zerlegt und abgetragen.

Demontage in Münster

Ziffernblatt in Münster

Reichenau – Münsterkirche in Mittelzell

Reichenau – Münsterkirche in Mittelzell

Zusammen in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Glockengießerei H.Rüetschi aus Aarau (Schweiz) haben wir die Glockenanlage des Münster Mittelzell auf der Insel Reichenau 2015 komplett saniert.

 

Die Sanierung umfasste vor allem die Holzjoche unter der Berücksichtigung – soviel historische Substanz als möglich zu erhalten und zimmermannsfachmännisch zu restaurieren. Es wurden neue Beschläge und Aufhängungen in geschmiedeter Ausführung wo notwendig eingebaut. Gute bestehende Schmiedeteile konserviert und weiterverwendet. Die komplette Läutetechnik wurde auf neuesten Stand gebracht, die Läutemaschinen in den Glockenstuhl integriert. Durch eine örtliche Zimmerei wurden zwei neue Glockenstühle aus Eichenholz errichtet, um alle Glocken in eine Flucht zu bringen. Die neuen Klöppel wurden von der Glockengießerei H.Rüetschi auf Grundlage der Berechnungen von Probell hergestellt.

Eine Besonderheit war das Holzjoch der Glocke 5. Die ursprünglich verwendete Holzart war eine Obstbaumsorte. Aufgrund starker Beschädigung und mehrfacher Drehung der Glocke wurde entschieden, den Tragbalken des Joches zu ertüchtigen. Die Entscheidung fiel auf Kirschbaumholz (s. Fotos unten).

Glocke 1 – Hosanna 2.349 KG (Bachert, 1986) Ton c1

Glocke 2 – Wetterglocke 2.060 KG (gegossen 1392) – Ton e1

Glocke 3 – Pro Pace 1.003 KG (gegossen 1361) – Ton g1

Glocke 5 – Hl. Geist 634 KG (gegossen 1492) – Ton c2

Anbau der Läutemaschinen im Glockenstuhl